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Heißes Wochenende sorgt für stark besuchtes Wachgebiet

Veröffentlicht: 09.08.2020
Autor: Lars Minden

Große Zahl an Schwimmern und Badegästen genießen das warme Wetter am Möhnesee

Bei dem bisher heißtesten und wahrscheinlich vollsten Wachwochenende in dieser Saison hatten unsere Kräfte dieses Wochenende eine große Zahl an Badegästen und Wassersportler zu bewachen.

Bereits der Soester Anzeiger berichtete ausführlich vom vorliegenden Verkehrschaos und überfüllten Parkplätzen; diesen Zustand können wir aus eigner Erfahrung nur bestätigen.

Hunderte Badegäste mit dutzenden Luftmatratzen, Standup-Boards und Schlauchboote stachen im Wamler Becken in See, dazu dutzende Schwimmer, die teils im gesamten Becken weit vom Ufer entfernt umherschwammen.

An dieser Stelle wollen wir auf die große Gefahr beim Schwimmen an unbewachten Badestellen hinweisen. In den ersten sieben Monaten des Jahres ertranken laut der Halbjahresstatistik der DLRG mindestens 192 Menschen in deutschen Gewässern. Mindestens vier weitere Badetote gibt es laut dem WDR alleine in NRW an diesem Wochenende bis Samstagabend zu beklagen (Zahlen vom Sonntag sind noch nicht vollständig)! Auch wenn wir die Wachbank dauerhaft besetzt hielten und die Wasserflächen beobachten; dutzende Schwimmer in einer Entfernung von zum Teil über 1,5km zwischen Segelbooten, StandUp-Boards und Schlauchbooten sicher bewachen zu können, ist beinahe unmöglich. Und wenn doch ein Schwimmer in Not gerät, benötigen auch wir mit unserem Motorrettungsboot mehrere Minuten, bis wir am Notfallort eintreffen!
Sicheres und bewachtes Schwimmen gibt es nur in den markierten(!) Badezonen im Uferlos, dem Strandbad in Körbecke und in Delecke!

Entsprechend viele Kontrollfahrten fuhren wir am Samstag und Sonntag, um die vielen unübersichtlichen Badestellen einigermaßen im Auge zu behalten.

Am Sonntagabend zog ein Unwetter mit stärkerem Wind, später auch Gewitter und Regen, auf, was das Badevergnügen ziemlich plötzlich beendete.
Wir halfen beim dem aufgefrischten Wind einem Segler, der unter eigener Motorkraft nicht mehr seinen Steg erreichen konnte, weshalb wir ihn zu seiner Anlegebox schleppten.

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